02.12.2025 18:52 | Zachert Private Equity GmbH | Wirtschaft
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0 Bewertung(en) Bewertung schreibenZ-IMG Zachert Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH stellt Insolvenzantrag - angekündigter Rücktritt der Verkäuferseite beendet Grundlage für Neustart
Berlin / Rostock (ots) -
Die Z-IMG Zachert Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH wird heute beim zuständigen Insolvenzgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Grund hierfür ist der angekündigte Rücktritt der Verkäuferseite vom im Dezember 2024 geschlossenen Asset Deal. Damit entfällt die vertragliche Grundlage, auf der der Neustart des Betriebs zum 1. April 2025 beruhte.
Traditionsbetrieb mit Zukunftspotenzial unter klaren Bedingungen
Die frühere IMG galt über Jahrzehnte als prägender Industriestandort in Rostock und war international im Nischenbereich des Anlagen- und Automatisierungsbaus für den Schiffbau anerkannt. Der Kauf durch Investor Olaf Zachert erfolgte vor dem Hintergrund eines dynamischen Marktumfelds: Seit 2025 verzeichnet die globale Schiffbauindustrie eine deutliche Belebung, getragen von Modernisierungsprogrammen und steigender Nachfrage nach technologischen Sonderlösungen. Unter verlässlichen Rahmenbedingungen hätte Z-IMG in diesem Umfeld gute Chancen auf eine nachhaltige Fortführung gehabt.
Wirtschaftliche Zusagen nicht eingelöst, Vertragsklarheit blieb aus
Entscheidend für die Kaufentscheidung waren umfangreiche Darstellungen der Verkäuferseite, darunter eine ursprünglich mit rund 380 Millionen Euro bezifferte Projektpipeline. Diese wurde im Laufe der Vorbereitungen auf etwa 45 Millionen Euro konkretisiert, wobei kurz vor Vollzug nochmals mehrere potenzielle Aufträge durch die Verkäuferseite bestätigt wurden. Diese Aussichten machten einen Neustart unter den gegebenen Marktbedingungen plausibel.
Nach Vollzug der Übernahme am 1. April 2025 zeigte sich jedoch, dass die in Aussicht gestellten Aufträge nicht realisierbar waren und neue Kunden nicht gewonnen werden konnten. Zudem erwiesen sich gekaufte Assets als unvollständig. Zur Klärung dieser Diskrepanzen legte Z-IMG im September 2025 eine Ergänzungsvereinbarung vor, die Anfang Oktober offiziell übermittelt wurde. Eine Einigung kam bis zuletzt nicht zustande. Die fortgesetzte Ungewissheit über Vertragsinhalt, Eigentumsverhältnisse und Zuständigkeiten verhinderte langfristige Geschäftsentscheidungen - insbesondere gegenüber Werften, deren Projekte langfristige Zusagen erfordern.
Finanzierung unmöglich bei fehlender Rechtssicherheit
Externe Investoren standen grundsätzlich bereit, die notwendige Kapitalzufuhr zu leisten, insbesondere zur Begleichung ausstehender Löhne. Voraussetzung dafür war jedoch eine geklärte vertragliche und rechtliche Situation. Wegen der über Monate offenen Fragen zu IP, Vermögenszuordnung und Haftungsstruktur war eine rechtssichere Einbindung von Kapital nicht möglich. Ebenso wenig ließ sich unter diesen Umständen eine Kaufpreiszahlung verantworten.
Trotz wiederholter Angebote zur Abstimmung - zuletzt auch mit der Verkäuferseite und dem Gläubigerausschuss - blieb eine Lösung aus. Der nun erklärte Rücktritt der Verkäuferseite macht deutlich: Es existiert keine tragfähige Grundlage mehr für eine Fortführung.
Verantwortungsvoller Umgang mit Mitarbeitenden und Gläubigern
"Wir waren überzeugt, diesem traditionsreichen technischen Standort im Schiffbaumarkt eine neue Zukunftsperspektive geben zu können", sagt Olaf Zachert, Investor und Gründer von Zachert Private Equity. "Dass sich diese Erwartungen nicht erfüllt haben und entscheidende Klärungen ausblieben, trifft vor allem die Mitarbeitenden, die in den vergangenen Monaten große Geduld und Loyalität gezeigt haben. Der Insolvenzantrag ist nun der einzig verantwortbare Schritt, um die Situation transparent zu ordnen, die offenen Löhne regulär abzuwickeln und den Beschäftigten die Klarheit zu geben, die sie nach dieser belastenden Zeit verdienen."
"Die Antragstellung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die vertragliche Lage erstmals eindeutig ist", so Zachert weiter. "Der Gesellschafter ist bereit im nun folgenden strukturierten Verfahren die notwendige Liquidität bereitzustellen, um die berechtigten Löhne und Gehälter vollständig auszugleichen."
Unabhängig vom Insolvenzverfahren wird der Gesellschafter die Vorgänge der vergangenen Monate, vor allem zur Informationslage, Vertragsgestaltung und wirtschaftlichen Entwicklung, rechtlich aufarbeiten lassen.
Über die Z-IMG GmbH
Z-IMG Zachert Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH ist ein Maschinenbauunternehmen mit Fokus auf Sonderanlagen für den Schiffbau sowie für den Brücken- und Schienenbau. Das Unternehmen entstand aus dem Asset Deal mit der insolventen IMG und beschäftigte nach der Übernahme im April 2025 rund 60 Mitarbeitende.
Korrigierte Fassung der Meldung vom 02.12.2025 – 13:53
Pressekontakt:
zachert@wmp-ag.de
Original-Content von: Zachert Private Equity GmbH, übermittelt durch news aktuell
Die Z-IMG Zachert Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH wird heute beim zuständigen Insolvenzgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Grund hierfür ist der angekündigte Rücktritt der Verkäuferseite vom im Dezember 2024 geschlossenen Asset Deal. Damit entfällt die vertragliche Grundlage, auf der der Neustart des Betriebs zum 1. April 2025 beruhte.
Traditionsbetrieb mit Zukunftspotenzial unter klaren Bedingungen
Die frühere IMG galt über Jahrzehnte als prägender Industriestandort in Rostock und war international im Nischenbereich des Anlagen- und Automatisierungsbaus für den Schiffbau anerkannt. Der Kauf durch Investor Olaf Zachert erfolgte vor dem Hintergrund eines dynamischen Marktumfelds: Seit 2025 verzeichnet die globale Schiffbauindustrie eine deutliche Belebung, getragen von Modernisierungsprogrammen und steigender Nachfrage nach technologischen Sonderlösungen. Unter verlässlichen Rahmenbedingungen hätte Z-IMG in diesem Umfeld gute Chancen auf eine nachhaltige Fortführung gehabt.
Wirtschaftliche Zusagen nicht eingelöst, Vertragsklarheit blieb aus
Entscheidend für die Kaufentscheidung waren umfangreiche Darstellungen der Verkäuferseite, darunter eine ursprünglich mit rund 380 Millionen Euro bezifferte Projektpipeline. Diese wurde im Laufe der Vorbereitungen auf etwa 45 Millionen Euro konkretisiert, wobei kurz vor Vollzug nochmals mehrere potenzielle Aufträge durch die Verkäuferseite bestätigt wurden. Diese Aussichten machten einen Neustart unter den gegebenen Marktbedingungen plausibel.
Nach Vollzug der Übernahme am 1. April 2025 zeigte sich jedoch, dass die in Aussicht gestellten Aufträge nicht realisierbar waren und neue Kunden nicht gewonnen werden konnten. Zudem erwiesen sich gekaufte Assets als unvollständig. Zur Klärung dieser Diskrepanzen legte Z-IMG im September 2025 eine Ergänzungsvereinbarung vor, die Anfang Oktober offiziell übermittelt wurde. Eine Einigung kam bis zuletzt nicht zustande. Die fortgesetzte Ungewissheit über Vertragsinhalt, Eigentumsverhältnisse und Zuständigkeiten verhinderte langfristige Geschäftsentscheidungen - insbesondere gegenüber Werften, deren Projekte langfristige Zusagen erfordern.
Finanzierung unmöglich bei fehlender Rechtssicherheit
Externe Investoren standen grundsätzlich bereit, die notwendige Kapitalzufuhr zu leisten, insbesondere zur Begleichung ausstehender Löhne. Voraussetzung dafür war jedoch eine geklärte vertragliche und rechtliche Situation. Wegen der über Monate offenen Fragen zu IP, Vermögenszuordnung und Haftungsstruktur war eine rechtssichere Einbindung von Kapital nicht möglich. Ebenso wenig ließ sich unter diesen Umständen eine Kaufpreiszahlung verantworten.
Trotz wiederholter Angebote zur Abstimmung - zuletzt auch mit der Verkäuferseite und dem Gläubigerausschuss - blieb eine Lösung aus. Der nun erklärte Rücktritt der Verkäuferseite macht deutlich: Es existiert keine tragfähige Grundlage mehr für eine Fortführung.
Verantwortungsvoller Umgang mit Mitarbeitenden und Gläubigern
"Wir waren überzeugt, diesem traditionsreichen technischen Standort im Schiffbaumarkt eine neue Zukunftsperspektive geben zu können", sagt Olaf Zachert, Investor und Gründer von Zachert Private Equity. "Dass sich diese Erwartungen nicht erfüllt haben und entscheidende Klärungen ausblieben, trifft vor allem die Mitarbeitenden, die in den vergangenen Monaten große Geduld und Loyalität gezeigt haben. Der Insolvenzantrag ist nun der einzig verantwortbare Schritt, um die Situation transparent zu ordnen, die offenen Löhne regulär abzuwickeln und den Beschäftigten die Klarheit zu geben, die sie nach dieser belastenden Zeit verdienen."
"Die Antragstellung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die vertragliche Lage erstmals eindeutig ist", so Zachert weiter. "Der Gesellschafter ist bereit im nun folgenden strukturierten Verfahren die notwendige Liquidität bereitzustellen, um die berechtigten Löhne und Gehälter vollständig auszugleichen."
Unabhängig vom Insolvenzverfahren wird der Gesellschafter die Vorgänge der vergangenen Monate, vor allem zur Informationslage, Vertragsgestaltung und wirtschaftlichen Entwicklung, rechtlich aufarbeiten lassen.
Über die Z-IMG GmbH
Z-IMG Zachert Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH ist ein Maschinenbauunternehmen mit Fokus auf Sonderanlagen für den Schiffbau sowie für den Brücken- und Schienenbau. Das Unternehmen entstand aus dem Asset Deal mit der insolventen IMG und beschäftigte nach der Übernahme im April 2025 rund 60 Mitarbeitende.
Korrigierte Fassung der Meldung vom 02.12.2025 – 13:53
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zachert@wmp-ag.de
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