07.11.2025 16:05 | Fairtrade Deutschland e.V. | Handel
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0 Bewertung(en) Bewertung schreibenDas Saarland ist erstes Fairtrade-Bundesland

Ein Schild mit der Aufschrift "Fairtrade-Bundesland" steht präsent auf einem Tisch. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/52482 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.
Köln/Saarbrücken (ots) -
Fairtrade zeichnet erstes faires Bundesland in Deutschland aus
Das Saarland ist erstes Fairtrade-Bundesland
- Ministerpräsidentin des Saarlandes Anke Rehlinger (SPD) und Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) nehmen die Urkunde entgegen
- Auszeichnung als wichtiges Signal für Entwicklungszusammenarbeit
- Saarland baut Vorreiterrolle aus: Schon erste Fairtrade-Town und Fairtrade-University kamen aus dem Saarland
Ab Freitag, den 7. November, darf sich das Saarland offiziell Fairtrade-Bundesland nennen - eine Auszeichnung, die es so in Deutschland noch nicht gegeben hat. "Als erstes Bundesland beweist das Saarland, dass sozialer und ökologischer Wandel auch auf Landesebene gestaltet werden kann", erklärt Ministerpräsidentin Anke Rehlinger. "Fairer Handel geht uns alle an und im Saarland nehmen wir diese Verantwortung ernst", so Rehlinger im Rahmen der Auszeichnungsfeier. Die saarländische Ministerin für Bildung und Kultur und Vorsitzende der Steuerungsgruppe faires Saarland, Christine Streichert-Clivot, ergänzt: "Die Saarländerinnen und Saarländer ebenso wie die Landesverwaltung engagieren sich seit vielen Jahren für den fairen Handel. Die Auszeichnung des Saarlandes als erstes Fairtrade-Bundesland beweist, dass das Streben nach globaler Gerechtigkeit für uns als Selbstverständlichkeit im gemeinsamen politischen Handeln verankert ist."
Im Saarland ist die Entwicklungszusammenarbeit dem Ministerium für Bildung und Kultur zugeordnet - daher verantwortet Streichert-Clivot als zuständige Ministerin auch die Koordination des Engagements für den fairen Handel.
Saarland baut Vorreiterrolle aus
Claudia Brück, Vorständin von Fairtrade Deutschland, betont die Vorreiterrolle des Bundeslandes: "In politisch stürmischen Zeiten, in denen Entwicklungszusammenarbeit sukzessive abgebaut wird, zeigt das Saarland, dass nachhaltiger Konsum und globale Gerechtigkeit keine Grenzen kennen. Ich würde mir wünschen, dass andere Bundesländer, große und kleine, diesem tollen Beispiel folgen", so Brück.
Das Bundesland im Südwesten Deutschlands engagiert sich seit langem für den fairen Handel: Die Landeshauptstadt Saarbrücken erhielt 2009 als erste Stadt in Deutschland den Titel Fairtrade-Town. 2014 folgte die Universität des Saarlandes als erste ausgezeichnete Fairtrade-University. Heute leben über drei Viertel der Saarländerinnen und Saarländer in einer Fairtrade-Town oder einem Fairtrade-Landkreis, 21 Schulen im Saarland tragen den Titel Fairtrade-School. Mehr als 200 Geschäfte, 70 Cafés und Restaurants sowie über 130 öffentliche Einrichtungen bieten fair gehandelte Produkte an.
Zehn Jahre, viele Akteure und ein Ziel
Um die Kriterien für die Auszeichnung zu erfüllen, waren rund zehn Jahre Vorbereitungszeit und eine enge Zusammenarbeit zwischen engagierter Zivilgesellschaft und Landesregierung nötig. Eine der Engagierten ist Vivian Pollner, Schülerin der Gemeinschaftsschule Marpingen und Sprecherin der Steuerungsgruppe faires Saarland: "Niemand kann alles tun, aber gemeinsam verändern wir die Welt - dieser Satz ist für unser Engagement sehr wichtig." Dass sie die Welt verändern - wenn auch in kleinen Stücken - beweist die Partnerschaft mit der Cashew-Kooperative CCPA BIO EQUITABLE aus dem Partnerland Benin. Gaya Chabi Boum ist Vorsitzender der Cashew-Kooperative: "Der faire Handel trägt dazu bei, dass die Kinder eine bessere Ausbildung bekommen. Früher haben wir mit Verlust verkauft. Dank Fairtrade können wir die Kerne zu angemessenen Preisen verkaufen." Die Fairtrade-zertifizierten Cashews werden unter anderem in den saarländischen Weltläden vertrieben und sind eine von vielen Maßnahmen zur Erfüllung von sechs Kriterien, mit denen das Saarland seinen Einsatz für fairen Handel nachweisen konnte.
Hintergrund zur Kampagne und zur Organisation
Fairtrade ist das bekannteste Nachhaltigkeitssiegel weltweit - das bestätigt eine Verbraucherstudie von Globe Scan und Fairtrade. Für die Studie wurden über 12.900 Teilnehmende in 13 Ländern befragt. Das Ergebnis: 83 Prozent der Käufer vertrauen dem Siegel. Ein Vertrauen, das sich im Kaufverhalten widerspiegelt: 2024 stieg der Umsatz mit Fairtrade-Produkten auf 2,9 Milliarden Euro. Auch das zivilgesellschaftliche Engagement wächst seit Jahren: Deutschlandweit wurden bisher mehr als 900 Fairtrade-Towns, über 1000 Fairtrade-Schools und 51 Fairtrade-Universities ausgezeichnet, die sich für eine nachhaltige Beschaffung und fairen Handel einsetzen.
Presseservice: Weitere Informationen unter: Digitale Pressemappe (https://transfairgermany-my.sharepoint.com/:f:/g/personal/h_maidorn_fairtrade-deutschland_de/EmTcGmK5TcBKgezfGVEnFEkBoO6YxvS59O8p_gZFKrlisQ?e=uJMsf7)
Pressekontakt:
Fairtrade Deutschland e.V.
Maarweg 165 | 50825 Köln
Pressekontakt
Hannah Maidorn +49 221 942040-94
presse@fairtrade-deutschland.de
Original-Content von: Fairtrade Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Fairtrade zeichnet erstes faires Bundesland in Deutschland aus
Das Saarland ist erstes Fairtrade-Bundesland
- Ministerpräsidentin des Saarlandes Anke Rehlinger (SPD) und Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) nehmen die Urkunde entgegen
- Auszeichnung als wichtiges Signal für Entwicklungszusammenarbeit
- Saarland baut Vorreiterrolle aus: Schon erste Fairtrade-Town und Fairtrade-University kamen aus dem Saarland
Ab Freitag, den 7. November, darf sich das Saarland offiziell Fairtrade-Bundesland nennen - eine Auszeichnung, die es so in Deutschland noch nicht gegeben hat. "Als erstes Bundesland beweist das Saarland, dass sozialer und ökologischer Wandel auch auf Landesebene gestaltet werden kann", erklärt Ministerpräsidentin Anke Rehlinger. "Fairer Handel geht uns alle an und im Saarland nehmen wir diese Verantwortung ernst", so Rehlinger im Rahmen der Auszeichnungsfeier. Die saarländische Ministerin für Bildung und Kultur und Vorsitzende der Steuerungsgruppe faires Saarland, Christine Streichert-Clivot, ergänzt: "Die Saarländerinnen und Saarländer ebenso wie die Landesverwaltung engagieren sich seit vielen Jahren für den fairen Handel. Die Auszeichnung des Saarlandes als erstes Fairtrade-Bundesland beweist, dass das Streben nach globaler Gerechtigkeit für uns als Selbstverständlichkeit im gemeinsamen politischen Handeln verankert ist."
Im Saarland ist die Entwicklungszusammenarbeit dem Ministerium für Bildung und Kultur zugeordnet - daher verantwortet Streichert-Clivot als zuständige Ministerin auch die Koordination des Engagements für den fairen Handel.
Saarland baut Vorreiterrolle aus
Claudia Brück, Vorständin von Fairtrade Deutschland, betont die Vorreiterrolle des Bundeslandes: "In politisch stürmischen Zeiten, in denen Entwicklungszusammenarbeit sukzessive abgebaut wird, zeigt das Saarland, dass nachhaltiger Konsum und globale Gerechtigkeit keine Grenzen kennen. Ich würde mir wünschen, dass andere Bundesländer, große und kleine, diesem tollen Beispiel folgen", so Brück.
Das Bundesland im Südwesten Deutschlands engagiert sich seit langem für den fairen Handel: Die Landeshauptstadt Saarbrücken erhielt 2009 als erste Stadt in Deutschland den Titel Fairtrade-Town. 2014 folgte die Universität des Saarlandes als erste ausgezeichnete Fairtrade-University. Heute leben über drei Viertel der Saarländerinnen und Saarländer in einer Fairtrade-Town oder einem Fairtrade-Landkreis, 21 Schulen im Saarland tragen den Titel Fairtrade-School. Mehr als 200 Geschäfte, 70 Cafés und Restaurants sowie über 130 öffentliche Einrichtungen bieten fair gehandelte Produkte an.
Zehn Jahre, viele Akteure und ein Ziel
Um die Kriterien für die Auszeichnung zu erfüllen, waren rund zehn Jahre Vorbereitungszeit und eine enge Zusammenarbeit zwischen engagierter Zivilgesellschaft und Landesregierung nötig. Eine der Engagierten ist Vivian Pollner, Schülerin der Gemeinschaftsschule Marpingen und Sprecherin der Steuerungsgruppe faires Saarland: "Niemand kann alles tun, aber gemeinsam verändern wir die Welt - dieser Satz ist für unser Engagement sehr wichtig." Dass sie die Welt verändern - wenn auch in kleinen Stücken - beweist die Partnerschaft mit der Cashew-Kooperative CCPA BIO EQUITABLE aus dem Partnerland Benin. Gaya Chabi Boum ist Vorsitzender der Cashew-Kooperative: "Der faire Handel trägt dazu bei, dass die Kinder eine bessere Ausbildung bekommen. Früher haben wir mit Verlust verkauft. Dank Fairtrade können wir die Kerne zu angemessenen Preisen verkaufen." Die Fairtrade-zertifizierten Cashews werden unter anderem in den saarländischen Weltläden vertrieben und sind eine von vielen Maßnahmen zur Erfüllung von sechs Kriterien, mit denen das Saarland seinen Einsatz für fairen Handel nachweisen konnte.
Hintergrund zur Kampagne und zur Organisation
Fairtrade ist das bekannteste Nachhaltigkeitssiegel weltweit - das bestätigt eine Verbraucherstudie von Globe Scan und Fairtrade. Für die Studie wurden über 12.900 Teilnehmende in 13 Ländern befragt. Das Ergebnis: 83 Prozent der Käufer vertrauen dem Siegel. Ein Vertrauen, das sich im Kaufverhalten widerspiegelt: 2024 stieg der Umsatz mit Fairtrade-Produkten auf 2,9 Milliarden Euro. Auch das zivilgesellschaftliche Engagement wächst seit Jahren: Deutschlandweit wurden bisher mehr als 900 Fairtrade-Towns, über 1000 Fairtrade-Schools und 51 Fairtrade-Universities ausgezeichnet, die sich für eine nachhaltige Beschaffung und fairen Handel einsetzen.
Presseservice: Weitere Informationen unter: Digitale Pressemappe (https://transfairgermany-my.sharepoint.com/:f:/g/personal/h_maidorn_fairtrade-deutschland_de/EmTcGmK5TcBKgezfGVEnFEkBoO6YxvS59O8p_gZFKrlisQ?e=uJMsf7)
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