29.10.2025 00:15 | ADAC | Auto / Verkehr
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0 Bewertung(en) Bewertung schreibenNachhaltigkeit im Verkehrssektor kommt nicht voran / ADAC Mobilitätsindex gegenüber Vorjahr praktisch unverändert / Teilweise Verbesserungen bei Klima und Umwelt, Bezahlbarkeit und Verkehrssicherheit

Der ADAC Mobilitätsindex betrug im Jahr 2023 wie im Vorjahr 111 Punkte / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7849 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.
München (ots) -
Der Verkehrssektor in Deutschland wird nach wie vor kaum nachhaltiger. Das zeigt der aktuelle ADAC Mobilitätsindex, den der ADAC bereits zum vierten Mal vorlegt.
Dabei bewertet der Mobilitätsindex Nachhaltigkeit im Zeitverlauf sowie umfassend, indem neben Klima- und Umweltaspekten auch die Verkehrssicherheit, die Bezahlbarkeit, die Zuverlässigkeit und die Verfügbarkeit von Mobilität zugrunde gelegt und in einer aussagekräftigen Kennzahl zusammengefasst werden. Basisjahr ist mit der Kennzahl 100 das Jahr 2015.
Im Ergebnis hat sich der Mobilitätsindex in der aktuellen Studie gegenüber dem Vorjahr praktisch nicht verändert. Für das Berichtsjahr 2023 liegt er bei 111 Punkten - und damit auf dem gleichen Niveau wie im Jahr zuvor. Allerdings ist in der längerfristigen Perspektive ein leicht positiver Trend zu erkennen, der vor allem auf niedrigere Luftschadstoffemissionen (Umwelt) und weniger Personenschäden im Straßenverkehr (Verkehrssicherheit) zurückzuführen ist.
Sichtbar wird auch, dass es der Verkehrssektor weiterhin nicht schafft, die Klimaschutzvorgaben einzuhalten, auch wenn die Treibhausgasemissionen und der Energieverbrauch auf dem niedrigen Niveau der Pandemiejahre stagnierten.
Die höhere Verkehrsnachfrage sowie Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen führten zu Staus und Verspätungen im Straßen- und im Schienenverkehr und belasteten so den Gesamtindex in der Dimension Zuverlässigkeit.
ADAC Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand: "Dass der Index sich seit 2019 insgesamt positiv entwickelt hat, ist zwar erfreulich, aber die Dynamik ist - gemessen an den gesellschaftlichen Zielen - gering. Gerade in Zeiten, in denen die Wahrnehmung für Nachhaltigkeitsthemen abzunehmen scheint, ist es dem ADAC ein besonderes Anliegen, mit den Ergebnissen des ADAC Mobilitätsindex über Entwicklungen und Zusammenhänge der Nachhaltigkeitsfortschritte im Verkehrssektor zu informieren und dadurch wichtige Impulse zu geben."
Die Ergebnisse der fünf Bewertungsdimensionen des ADAC Mobilitätsindex im Einzelnen:
In der Bewertungsdimension "Verkehrssicherheit" gab es nur leichte Fortschritte - hier verzeichnete der ADAC eine Verbesserung um einen Punkt auf 108. Für die Verbesserung sorgt, dass die Zahl der Schwerverletzten sowie der Verkehrstoten seit 2015 zurückgeht. Auf der anderen Seite hat die Zahl der Unfälle mit Personenschaden zugenommen. Unfälle sind also zwar häufiger geworden, haben für die Pkw-Insassen jedoch weniger schwere Folgen. Aus Sicht des ADAC zeigt dies, dass die Fortschritte im Bereich der Fahrzeugsicherheit wirken. Neue Risiken mit negativen Folgen zeigen sich jedoch im Fahrradverkehr. Die hohe Zahl der Personenschäden in Relation zur Verkehrsleistung macht deutlich, dass die Verkehrssicherheitsarbeit hier vor neuen Herausforderungen steht. Ein wachsendes Problem ist der hohe Anteil von Alleinunfällen mit Zweirädern, der aufgrund der gestiegenen Nutzung von Pedelecs zuletzt zugenommen hat.
In der Bewertungsdimension "Klima und Umwelt" sind mit einer Steigerung um 5 Punkte auf 125 die größten Fortschritte zu verzeichnen. Obwohl die Verkehrsleistung im Straßenverkehr zunahm, kam es bei Luftschadstoffen zu Verbesserungen. Hier wirken verbesserte Abgasreinigungstechnologien seit Jahren stark positiv. Dagegen ist bei den Treibhausgasemissionen nur eine leichte Verbesserung zu erkennen. Der Einfluss der Elektrifizierung des Straßenverkehrs dürfte auch 2023 noch zu gering gewesen sein.
Die "Bezahlbarkeit" entwickelte sich 2023 positiv gegenüber dem Vorjahr und lag bei 108 Punkten. Entscheidend für die Entwicklung war insbesondere der Anstieg des verfügbaren Einkommens, der inflationsbedingte Preissteigerungen im Verkehrssektor weitgehend kompensierte. Bei der "Verfügbarkeit" gab es einen Anstieg um einen Punkt auf 103 Punkte. Die Entwicklung ist als Ergebnis eines wachsenden Mobilitätsangebots zu bewerten, das sich nach der Pandemie weitgehend erholt hat. So gab es einen deutlichen Zuwachs an Carsharing-Fahrzeugen und auch im öffentlichen Verkehr verzeichnet der Mobilitätsindex eine deutliche Verbesserung.
Eine deutliche Verschlechterung zeigt sich hingegen bei der "Zuverlässigkeit", die von 117 im Jahr 2022 auf 106 regelrecht abstürzte. So gab es im Straßenverkehr aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens und der steigenden Zahl an Baustellen wieder mehr Staus als 2022. Im Schienenverkehr verschlechterte sich die Pünktlichkeit. Dabei ist die anhaltende Unzuverlässigkeit, insbesondere im Fernverkehr, die Folge langfristig gewachsener struktureller Defizite.
Detaillierte Informationen gibt es unter adac.de/mobilitaetsindex.
Pressekontakt:
ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95
aktuell@adac.de
Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell
Der Verkehrssektor in Deutschland wird nach wie vor kaum nachhaltiger. Das zeigt der aktuelle ADAC Mobilitätsindex, den der ADAC bereits zum vierten Mal vorlegt.
Dabei bewertet der Mobilitätsindex Nachhaltigkeit im Zeitverlauf sowie umfassend, indem neben Klima- und Umweltaspekten auch die Verkehrssicherheit, die Bezahlbarkeit, die Zuverlässigkeit und die Verfügbarkeit von Mobilität zugrunde gelegt und in einer aussagekräftigen Kennzahl zusammengefasst werden. Basisjahr ist mit der Kennzahl 100 das Jahr 2015.
Im Ergebnis hat sich der Mobilitätsindex in der aktuellen Studie gegenüber dem Vorjahr praktisch nicht verändert. Für das Berichtsjahr 2023 liegt er bei 111 Punkten - und damit auf dem gleichen Niveau wie im Jahr zuvor. Allerdings ist in der längerfristigen Perspektive ein leicht positiver Trend zu erkennen, der vor allem auf niedrigere Luftschadstoffemissionen (Umwelt) und weniger Personenschäden im Straßenverkehr (Verkehrssicherheit) zurückzuführen ist.
Sichtbar wird auch, dass es der Verkehrssektor weiterhin nicht schafft, die Klimaschutzvorgaben einzuhalten, auch wenn die Treibhausgasemissionen und der Energieverbrauch auf dem niedrigen Niveau der Pandemiejahre stagnierten.
Die höhere Verkehrsnachfrage sowie Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen führten zu Staus und Verspätungen im Straßen- und im Schienenverkehr und belasteten so den Gesamtindex in der Dimension Zuverlässigkeit.
ADAC Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand: "Dass der Index sich seit 2019 insgesamt positiv entwickelt hat, ist zwar erfreulich, aber die Dynamik ist - gemessen an den gesellschaftlichen Zielen - gering. Gerade in Zeiten, in denen die Wahrnehmung für Nachhaltigkeitsthemen abzunehmen scheint, ist es dem ADAC ein besonderes Anliegen, mit den Ergebnissen des ADAC Mobilitätsindex über Entwicklungen und Zusammenhänge der Nachhaltigkeitsfortschritte im Verkehrssektor zu informieren und dadurch wichtige Impulse zu geben."
Die Ergebnisse der fünf Bewertungsdimensionen des ADAC Mobilitätsindex im Einzelnen:
In der Bewertungsdimension "Verkehrssicherheit" gab es nur leichte Fortschritte - hier verzeichnete der ADAC eine Verbesserung um einen Punkt auf 108. Für die Verbesserung sorgt, dass die Zahl der Schwerverletzten sowie der Verkehrstoten seit 2015 zurückgeht. Auf der anderen Seite hat die Zahl der Unfälle mit Personenschaden zugenommen. Unfälle sind also zwar häufiger geworden, haben für die Pkw-Insassen jedoch weniger schwere Folgen. Aus Sicht des ADAC zeigt dies, dass die Fortschritte im Bereich der Fahrzeugsicherheit wirken. Neue Risiken mit negativen Folgen zeigen sich jedoch im Fahrradverkehr. Die hohe Zahl der Personenschäden in Relation zur Verkehrsleistung macht deutlich, dass die Verkehrssicherheitsarbeit hier vor neuen Herausforderungen steht. Ein wachsendes Problem ist der hohe Anteil von Alleinunfällen mit Zweirädern, der aufgrund der gestiegenen Nutzung von Pedelecs zuletzt zugenommen hat.
In der Bewertungsdimension "Klima und Umwelt" sind mit einer Steigerung um 5 Punkte auf 125 die größten Fortschritte zu verzeichnen. Obwohl die Verkehrsleistung im Straßenverkehr zunahm, kam es bei Luftschadstoffen zu Verbesserungen. Hier wirken verbesserte Abgasreinigungstechnologien seit Jahren stark positiv. Dagegen ist bei den Treibhausgasemissionen nur eine leichte Verbesserung zu erkennen. Der Einfluss der Elektrifizierung des Straßenverkehrs dürfte auch 2023 noch zu gering gewesen sein.
Die "Bezahlbarkeit" entwickelte sich 2023 positiv gegenüber dem Vorjahr und lag bei 108 Punkten. Entscheidend für die Entwicklung war insbesondere der Anstieg des verfügbaren Einkommens, der inflationsbedingte Preissteigerungen im Verkehrssektor weitgehend kompensierte. Bei der "Verfügbarkeit" gab es einen Anstieg um einen Punkt auf 103 Punkte. Die Entwicklung ist als Ergebnis eines wachsenden Mobilitätsangebots zu bewerten, das sich nach der Pandemie weitgehend erholt hat. So gab es einen deutlichen Zuwachs an Carsharing-Fahrzeugen und auch im öffentlichen Verkehr verzeichnet der Mobilitätsindex eine deutliche Verbesserung.
Eine deutliche Verschlechterung zeigt sich hingegen bei der "Zuverlässigkeit", die von 117 im Jahr 2022 auf 106 regelrecht abstürzte. So gab es im Straßenverkehr aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens und der steigenden Zahl an Baustellen wieder mehr Staus als 2022. Im Schienenverkehr verschlechterte sich die Pünktlichkeit. Dabei ist die anhaltende Unzuverlässigkeit, insbesondere im Fernverkehr, die Folge langfristig gewachsener struktureller Defizite.
Detaillierte Informationen gibt es unter adac.de/mobilitaetsindex.
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T +49 89 76 76 54 95
aktuell@adac.de
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